Stundenlohnrechner

Stundenlohnrechner: Gehalt in Stundenlohn umrechnen und mit dem Mindestlohn vergleichen

Der Stundenlohnrechner teilt ein Brutto-Monats- oder Jahresgehalt durch die bezahlten Arbeitsstunden und vergleicht das Ergebnis mit dem Mindestlohn 2026 und 2027. Er ist für Angestellte mit festem Gehalt gebaut: Vollzeit, Teilzeit, Minijob und Werkstudium. Gerechnet wird brutto, mit 13 Wochen pro Quartal, Stand Oktober 2026.

€laut Arbeitsvertrag, vor Abzügen
Zeitraum
Betrag wird nicht umgerechnet, nur anders gelesen
Std./Woche
Brutto-Stundenlohn17,31 €bei 173,33 Std. im Monat
Effektiver Stundenlohn20,45 €bei 30 Urlaubs- und 10 Feiertagen
Abstand zum Mindestlohn 2026+3,41 € (+24,5 %)ab 2027: +2,71 €
Jahresbrutto36.000,00 €1.760 gearbeitete Std. im Jahr
ErweitertSonderzahlungen, Urlaub, Überstunden, Netto, Wochenfaktoröffnenschließen
€Ist schon im Jahresbrutto enthalten? Dann 0 lassen.
Std./Wocheweder bezahlt noch mit Freizeit ausgeglichen
€optional, Zeile Nettoverdienst der Gehaltsabrechnung
Tage
Tageje nach Bundesland und Jahr 9–13
Lohnbüros und die Deutsche Rentenversicherung rechnen mit 13 Wochen pro Quartal. 4 Wochen ergibt einen zu hohen Stundenlohn.

Stundenlohn im Vergleich mit Mindestlohn und Durchschnitt

    Jahresstunden: gearbeitet, Urlaub, Feiertage

    Was Ihre Stunde wert ist

    • Überstunde + 25 %21,63 €Stundenlohn × 1,25
    • Überstunde + 50 %25,96 €Stundenlohn × 1,5
    • Ein Urlaubstag138,46 €bei 8 Std. pro Arbeitstag
    • Wochenlohn692,31 €40 Std. × Stundenlohn

    3.000 € ÷ (40 Std. × 13 ÷ 3) = 3.000 € ÷ 173,33 Std. = 17,31 €

    Stundenlohn im Rechner ermitteln: Eingaben und Ergebnis

    1. Im Reiter Gehalt → Stundenlohn das Bruttogehalt laut Vertrag eintragen, z. B. 3.000.
    2. Beim Zeitraum Monat oder Jahr wählen.
    3. Die vertraglichen Wochenstunden eintragen oder einen Wert antippen, z. B. 40.
    4. Die Kachel Brutto-Stundenlohn ablesen: 17,31 €. Die Kachel Abstand zum Mindestlohn 2026 zeigt +3,41 €.

    Unter Erweitert kommen Sonderzahlungen, Urlaubstage, Feiertage und unbezahlte Überstunden hinzu; daraus entsteht der effektive Stundenlohn. Der Reiter Stundenlohn → Gehalt rechnet rückwärts und prüft die Minijob-Grenze, der Reiter Jobvergleich stellt zwei Angebote pro Stunde gegenüber.

    Welche Angaben vom Arbeitsvertrag und Gehaltszettel in den Rechner gehören

    Bruttogehalt
    Monatsbetrag aus dem Arbeitsvertrag oder die Zeile Gesamtbrutto der Abrechnung, nicht der Betrag auf dem Konto.
    Jahresbrutto
    Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung; enthält Weihnachts- und Urlaubsgeld bereits.
    Wochenstunden
    Vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ohne Pausen, z. B. 40, 38,5 oder 20.
    Sonderzahlungen
    Weihnachts- und Urlaubsgeld, Boni und Tantiemen pro Jahr. Auf 0 lassen, wenn das eingegebene Jahresgehalt sie schon enthält.
    Urlaubsanspruch
    Urlaubstage laut Vertrag; gesetzlich mindestens 20 Tage bei fünf Arbeitstagen pro Woche.

    Schwankende Stunden: Stunden der letzten drei Monate addieren und durch 13 teilen. Das Ergebnis ist der Wochendurchschnitt für das Feld Wochenstunden.

    Der Rechner arbeitet brutto und für Angestellte. Selbstständige brauchen statt eines Stundenlohns einen kostendeckenden Satz: Stundensatz als Selbstständiger kalkulieren.

    Stundenlohn aus dem Monatsgehalt berechnen: Formel und Beispiel

    Ein Jahr hat 52 Wochen, ein Quartal 13 Wochen auf drei Monate. Daraus ergeben sich die Monatsstunden.

    1. Monatsstunden bestimmen: Wochenstunden × 13 ÷ 3. Bei 40 Stunden sind das 173,33.
    2. Monatsgehalt durch die Monatsstunden teilen: 3.000 € ÷ 173,33 = 17,31 €.

    Monatsgehalt als Ausgangswert

    Stundenlohn = 3 × Monatsgehalt ÷ 13 ÷ Wochenstunden · 3 × 3.000 € ÷ 13 ÷ 40 = 17,31 €

    Steht die tatsächliche Stundenzahl auf der Abrechnung, etwa 156 Stunden, wird direkt geteilt: 2.800 € ÷ 156 = 17,95 €.

    Jahresgehalt mit Weihnachts- und Urlaubsgeld als Ausgangswert

    Stundenlohn = Jahresgehalt ÷ 52 ÷ Wochenstunden · 40.000 € ÷ 52 ÷ 40 = 19,23 €

    Sind Sonderzahlungen im Jahresgehalt enthalten, liegt das Ergebnis über dem Stundenlohn aus dem Monatsgehalt allein.

    Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt zurückrechnen

    Monatsgehalt = Stundenlohn × Wochenstunden × 13 ÷ 3 · 18 € × 20 × 13 ÷ 3 = 1.560 €

    Das Jahresgehalt ohne Sonderzahlungen ist Stundenlohn × Wochenstunden × 52, im Beispiel 18.720 €. Zehn Cent mehr pro Stunde bringen bei 40 Stunden 208 € im Jahr.

    Warum Stundenlohnrechner bei gleichem Gehalt unterschiedliche Ergebnisse zeigen

    Rechner wandeln Wochen- in Monatsstunden mit verschiedenen Faktoren um. Der Faktor 4 lässt rund vier Wochen im Jahr weg und macht den Stundenlohn um 8 % zu hoch.

    WochenfaktorHerleitungMonatsstunden bei 40 Std.3.000 € pro Stunde
    13 ÷ 3 = 4,33352 Wochen ÷ 12 Monate173,3317,31 €
    4,33gerundet173,2017,32 €
    4,35365 Tage ÷ 7 ÷ 12, aufgerundet174,0017,24 €
    4vereinfacht160,0018,75 €

    Lohnbüros und die Deutsche Rentenversicherung rechnen mit 13 Wochen pro Quartal. Das Urlaubsentgelt folgt derselben Logik: Grundlage ist der Verdienst der letzten 13 Wochen (§ 11 BUrlG), ein Urlaubstag in der Fünf-Tage-Woche kostet Monatsgehalt × 3 ÷ 65. Den Faktor ändert das Feld Wochenfaktor unter Erweitert.

    Effektiver Stundenlohn: Urlaub, Feiertage und unbezahlte Überstunden einrechnen

    Bezahlt werden 52 Wochen, gearbeitet wird wegen Urlaub und Feiertagen weniger. Pro gearbeiteter Stunde verdient man deshalb mehr als laut Vertrag. Beispiel: 3.000 € im Monat, 40 Stunden, fünf Arbeitstage, 30 Urlaubstage, 10 Feiertage.

    RechengrößeJahresstunden36.000 € pro Stunde
    Bezahlt laut Vertrag (52 Wochen × 40 Std.)2.08017,31 €
    Urlaub (30 Tage × 8 Std.)−240
    Feiertage (10 Tage × 8 Std.)−80
    Tatsächlich gearbeitet (44 Wochen × 40 Std.)1.76020,45 €
    Mit 5 unbezahlten Überstunden pro Woche (44 × 45 Std.)1.98018,18 €

    Unbezahlte Überstunden kehren den Effekt um: Fünf Stunden pro Woche senken den Wert von 20,45 € auf 18,18 €. Krankheitstage sind ebenfalls bezahlt, aber nicht planbar und bleiben deshalb außen vor.

    Mindestlohn 2026 und 2027 prüfen: Stundenlohn und Monatsminimum nach Wochenstunden

    Der Mindestlohn beträgt 13,90 € seit 01.01.2026 und 14,60 € ab 01.01.2027. Liegt das Brutto unter dem Tabellenwert für die eigenen Wochenstunden, ist er unterschritten. Alle gearbeiteten Stunden zählen: 2.500 € bei tatsächlich 45 statt 40 Stunden ergeben 12,82 €.

    Wochenstunden2026: 13,90 €2027: 14,60 €
    10602,33 €632,67 €
    201.204,67 €1.265,33 €
    301.807,00 €1.898,00 €
    352.108,17 €2.214,33 €
    38,52.318,98 €2.435,77 €
    402.409,33 €2.530,67 €

    Keinen Anspruch auf den Mindestlohn haben:

    Minijob und Midijob: Stundengrenzen bei Mindestlohn

    Grenze20262027
    Minijob pro Monat603 €633 €
    Minijob pro Jahr7.236 €7.596 €
    Höchststunden pro Monat bei Mindestlohn43,3843,36
    Höchststunden pro Woche bei Mindestlohn10,010,0
    Midijob (Übergangsbereich)603,01–2.000 €633,01–2.000 €

    Wer mehr als den Mindestlohn bekommt, darf weniger Stunden arbeiten: bei 16 € höchstens 37,69 Stunden im Monat. Höchststunden für den eigenen Stundenlohn und die Regeln bei mehreren Jobs: Minijob: Stunden und Verdienst bei 603 € berechnen.

    Was tun, wenn der Stundenlohn unter dem Mindestlohn liegt

    1. Arbeitszeiten mit Beginn, Ende und Pausen aufschreiben und Gehaltsabrechnungen aufbewahren.
    2. Fehlbetrag berechnen und schriftlich beim Arbeitgeber geltend machen; der Rechner zeigt die Monatsdifferenz unter den Ergebnissen.
    3. Vertragliche Ausschlussfristen ignorieren: Für den Mindestlohn gelten sie nicht (§ 3 MiLoG).
    4. Bei Ablehnung die Mindestlohn-Hotline des Bundesarbeitsministeriums anrufen oder die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls informieren, auch anonym.
    5. Frist beachten: Der Anspruch verjährt nach drei Jahren, gerechnet ab Ende des Jahres, in dem er entstanden ist.

    Musterrechnung, angerechnete Zulagen und der Weg zum Arbeitsgericht: Unter Mindestlohn bezahlt: Lohn nachfordern.

    Jobangebote mit unterschiedlichen Wochenstunden vergleichen

    Ein höheres Monatsgehalt kann pro Stunde weniger wert sein. Vergleichsgröße ist der Brutto-Stundenlohn, bei Sonderzahlungen aus dem Jahresgehalt.

    AngebotMonatsbruttoWochenstundenMonatsstundenStundenlohn
    A5.000 €35151,6732,97 €
    B5.500 €40173,3331,73 €

    Angebot B zahlt 500 € mehr im Monat, verlangt aber 21,67 Stunden mehr; jede Zusatzstunde bringt nur 23,07 €. Bei gleichem Stundenlohn unterscheiden sich Teilzeit und Vollzeit nur im Umfang: 20 € ergeben bei 30 Stunden 2.600 €, bei 40 Stunden 3.466,67 €.

    Brutto- und Netto-Stundenlohn: was von der Stunde übrig bleibt

    Vom Brutto gehen Lohnsteuer und rund 21 bis 22 % Sozialabgaben ab. In Steuerklasse I bleiben grob 60 bis 70 %.

    Brutto pro StundeNetto Steuerklasse INetto Steuerklasse III
    13,90 €9,50–10,00 €10,80–11,10 €
    17,31 €11,50–12,00 €13,00–13,40 €
    20,00 €13,00–13,50 €14,80–15,30 €
    25,00 €15,50–16,00 €17,80–18,40 €
    30,00 €17,80–18,60 €20,50–21,20 €

    Gerundete Spannen für 40 Wochenstunden, gesetzliche Krankenversicherung, ohne Kirchensteuer.

    Mindestlohn und Jobangebote werden immer brutto verglichen. Den genauen Wert nach Steuerklasse, Kirchensteuer und Kinderzahl liefert Stundenlohn brutto in netto umrechnen; ist die Abrechnung zur Hand, genügt das Feld Netto-Monatsgehalt unter Erweitert.

    Mit dem Stundenlohn Überstunden, Zuschläge und Resturlaub ausrechnen

    Überstunden ausbezahlen

    Vergütung = Stunden × Stundenlohn × (1 + Zuschlag) · 10 × 18,46 € × 1,25 = 230,75 €

    Einen gesetzlichen Überstundenzuschlag gibt es nicht; 25 oder 50 % stehen nur in Tarif- oder Arbeitsvertrag. Pauschalklauseln, Freizeitausgleich und Nachweis: Überstunden berechnen und auszahlen lassen.

    Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge

    Arbeitszeitsteuerfrei bis (§ 3b EStG)
    Nacht 20 bis 6 Uhr25 %
    Nacht 0 bis 4 Uhr, Beginn vor 0 Uhr40 %
    Sonntag50 %
    Gesetzlicher Feiertag, 31.12. ab 14 Uhr125 %
    24.12. ab 14 Uhr, 25. und 26.12., 1. Mai150 %

    Steuerfrei ist der Zuschlag nur für einen Grundlohn bis 50 € pro Stunde, beitragsfrei bis 25 €. Wie hoch der Zuschlag tatsächlich ist, regelt der Vertrag. Rechnung pro Schicht: Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge berechnen.

    Resturlaub bei Kündigung auszahlen lassen

    Abgeltung = Urlaubstage × Stunden pro Tag × Stundenlohn · 5 × 8 × 17,31 € = 692,31 €

    Grundlage ist der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen ohne Überstundenvergütung. Ausgezahlt wird nur, wenn das Arbeitsverhältnis endet: Resturlaub auszahlen lassen: Urlaubsabgeltung berechnen.

    Stunden reduzieren oder erhöhen: neues Gehalt bei gleichem Stundenlohn

    Neues Gehalt = Stundenlohn × neue Wochenstunden × 13 ÷ 3 · 17,31 € × 30 × 13 ÷ 3 = 2.250 €

    Wer von 40 auf 30 Stunden geht, behält den Stundenlohn; Teilzeitkräfte dürfen pro Stunde nicht weniger bekommen (§ 4 TzBfG). Einen Anspruch auf Teilzeit gibt § 8 TzBfG nach sechs Monaten in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten: Teilzeitgehalt berechnen: Stunden reduzieren.

    Lohn oder Gehalt: Unterschied bei der Abrechnung

    MerkmalLohnGehalt
    Grundlagegeleistete Stunden oder Tagefester Monatsbetrag
    Höhe pro Monatschwankt mit Stunden und Schichtzuschlägengleich, unabhängig von der Zahl der Arbeitstage
    Überstundenmit dem nächsten Lohn bezahltmeist auf dem Arbeitszeitkonto gesammelt
    Stundenlohnsteht im Vertragmuss errechnet werden
    Typisch fürHandwerk, Gastronomie, Produktion, AushilfenBüro und Verwaltung

    Häufige Fragen zum Stundenlohn

    Wie viel Stundenlohn sind 3.000 € brutto?

    Bei 40 Wochenstunden 17,31 €, bei 38,5 Stunden 17,98 €, bei 35 Stunden 19,78 €. Grundlage sind 173,33, 166,83 und 151,67 Monatsstunden.

    Wie viel Brutto ergibt ein Stundenlohn von 16 €?

    Bei 40 Wochenstunden 2.773,33 € im Monat und 33.280 € im Jahr. Gerechnet wird 16 € × 40 × 13 ÷ 3.

    Ist ein Stundenlohn von 15 oder 20 € gut?

    15 € liegen 1,10 € über dem Mindestlohn, 20 € entsprechen bei 40 Stunden 3.466,67 € im Monat. Beide liegen unter dem Durchschnitt von 27,28 €; ob ein Lohn gut ist, hängt von Branche, Region und Qualifikation ab.

    Warum rechnet man mit 13 Wochen?

    Ein Quartal hat genau 13 Wochen auf drei Monate. So gleicht die Rechnung aus, dass Monate unterschiedlich viele Arbeitstage haben.

    Zählt die Pause zur Arbeitszeit?

    Nein. Gesetzliche Ruhepausen von 30 Minuten ab 6 Stunden und 45 Minuten ab 9 Stunden sind unbezahlt und gehören nicht in die Wochenstunden.

    Wie rechne ich bei wechselnden Arbeitszeiten?

    Mit dem Durchschnitt der letzten drei Monate. Die Summe der Stunden geteilt durch 13 ergibt die Wochenstunden für den Rechner.

    Gilt der Mindestlohn auch im Minijob und für Werkstudenten?

    Ja, für beide gelten 13,90 € pro Stunde. Im Minijob passen damit höchstens 43,38 Stunden im Monat in die Grenze von 603 €: Minijob-Stunden berechnen.

    Wie viel ist der Mindestlohn netto?

    In Steuerklasse I bei Vollzeit rund 9,50 bis 10 € pro Stunde. Im Minijob mit Befreiung von der Rentenversicherung bleiben die vollen 13,90 €: Nettotabelle von 13,90 € bis 40 €.

    Muss ich Sonderzahlungen einrechnen?

    Für den Stundenlohn laut Vertrag nein, für den Vergleich zweier Jobangebote ja. Weihnachts- und Urlaubsgeld erhöhen den Wert jeder bezahlten Stunde; der Betrag gehört ins Feld Sonderzahlungen unter Erweitert.

    Was ist der Durchschnittsstundenlohn in Deutschland?

    27,28 € brutto ohne Sonderzahlungen, ermittelt vom Statistischen Bundesamt für April 2024. Der Median liegt darunter, weil hohe Einkommen den Durchschnitt anheben.